Freundeskreis Adelhausermuseum
Benefizverkauf 2006
     
Urucate
Geschnitzte oder bemalte Holzstäbe verkörpern bei den Huichol die Ahnen (l. u.). Nach fünf oder sechs Jahren verwandelt sich der ganze Leichnam in Erde. Dann können die Schamanen die Seele zu ihrer Hilfe holen, sie in die Stäbe geleiten. Sie werden im Tempel aufbewahrt. Die Feste des Dorfes dienen auch dazu, den Hunger der Ahnen zu befriedigen; sie ernähren sich von Kerzenrauch, Tropfen Maisbier und Hirschblut. Um jedoch mit den Ahnen in Verbindung treten zu können, bedarf es einer mühevollen und langen Wanderung: Der angehende Schamane (l. M.) beginnt sie an einem Ort, der urumaloa genannt wird (r. u.). Dort wohnen vergötterte Vorfahren (urucate). Ihnen zu Ehre werden Kerzen und Gebetspfeile dargebracht. In urumaloa tragen die Pilger auch Gesichtsbemalungen auf (Rotgesicht). Da wächst auch schon Peyote, der manchmal als Klapperschlange erscheint (u. M.). Der zweite heilige Ort heißt urulita (grün, M.). Zuweilen fliegen die Wallfahrer auch dorthin, wie der Adler andeutet (l. M.). Der einweisende Hirsch ist stetiger Begleiter. Drittens gelangt man zu einem Ort, der uruqupa genannt wird. Es wächst dort ein Stechapfelbaum, Symbol der Versuchung (rosa).
Größe 60x60 cm

Künstler/Künstlerin: Eligio Carillo

Preis:     520 € verkauft
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